JPG / JPEG - Das Foto-Dateiformat

Was ist eine JPG-Datei?

Eine Bilddatei - verlustbehaftet oder verlustfreie Kompression

Das Akronym JPG (auch JPEG genannt) stammt vom entwickelnden Unternehmen Joint Photographic Experts Group und ist das Standard Foto-Dateiformat. Anfangs war die Dateiendung auf JPEG festgelegt. Da jedoch Microsofts MS-DOS Dateiendungen auf drei Buchstaben begrenzt waren, wurde das "E" gestrichen. Aus JPEG wurde JPG. Bilder im JPG Format sind in der Regel komprimiert und kodiert. Die Kompression verläuft in unterschiedlichen Farbtiefen, entweder sequenziell oder progressiv. Komprimierte Fotos sind besser zum Datentransfer und Austausch über das Internet geeignet, da die deutlich geringere Dateigröße die Zeit eines Datentransfers verringert.

Wozu eignen sich JPG Dateien nicht?

JPG-Dateien eignen sich nicht für vektorbasierte veranschaulichende Grafiken, Logos, Strichzeichnungen,  Schwarzweißbilder sowie gerasterte Bilder (Zeitung oder Magazin), und lassen sich mit allen bekannten Grafik- und Textverarbeitungsprogrammen öffnen, sei es kommerzieller Art oder OpenSource.

Die durchschnittliche Kompressionsrate beträgt etwa 10% (eine1 Megabyte Fotografie wird zu einer 100 KiloByte Fotografie), gegenüber einem unkomprimierten digitalen Foto im TIFF-Format, wobei die Qualität des komprimierten JPG kaum leidet.

 

Dateigrößen der Fotografien werden stark reduziert, und die Kompressionsrate variabel eingestellt. So lassen sich die Originale je nach Bedarf für individuelle Zwecke anpassen. Während für die Weiterleitung zum professionellen Druck digitaler Fotos diese weniger stark komprimiert werden, wird die Kompression von Fotos zur Verwendung auf Website verstärkt. Auch die Einstellung einer Kompressionsrate von 0% ist eine Option, um ein Foto unkomprimiert, als Original, beizubehalten.

JPGs bietet Optionen, Farbprofile einzubetten. Die bekanntesten Farbprile sind RGB (Rot / Gelb / Grün) für den Einsatz im Homeoffice und auf dem Computer / Smartphone und CMYK (Cyan / Magenta / Yellow / Key) für eine Weiterarbeitung an professionelle Druckereien.

Andere weit verbreitete Bitmap Dateiformate sind das schon erwähnte Format TIF (Fotos), GIF (Grafiken), sowie PNG (komplexe Grafiken). Diese weit verbreiteten Dateiformate lassen sich von allen gängigen Grafikprogrammen auf allen Betriebssystemen und Platformen öffnen und ggf. bearbeiten.

Grundsätzlich unterschieden wird zwischen Grafikdesign Programmen zur Ansicht (Einzelbilder, Animation,  Galerie) und Programmen zur Bearbeitung welche Bildschnitt, Datei-Umwandlung, Konvertierung, Kompression, Retousche ermöglichen. Zur einfachen Betrachtung von JPG Fotos sind im Betriebssystem (Windows, Linux, Mac) integrierte Programme völlig ausreichend.

Am Bekanntesten für eine Bearbeitung sind die beiden kostenlosen Programme GIMP und Ifranview, sowie das kostenpflichtige mächtige Photoshop (Adobe), oder leicht abgespeckt Photopaint (CorelDraw). Ebenso sind Vektorprogramme wie InDesign (Adobe) zu nennen, welche überwiegend für Designs klassischer Werbemittel und Printdesign Produkte, wie Flyer, Broschüren, Visitenkarten etc. Verwendung finden.

Allerdings ist bei einer Komprimierung stets Vorsicht geboten. Ist diese zu hoch eingestellt, kann dies zu sichtbaren Qualitätsverlusten führen. Da die zu stark komprimierten Bilder "verpixeln", erscheint das Foto unschärfer und selbst die Farbtiefe leidet darunter, da auch die Anzahl der dargestellten Farben reduziert wird. 

Die Voreinstellung bekannter Grafikprogramme liegt bei einer Kompression von 80%, ein gut gewählter Standard-Wert. 

JPG / JPG2000 (Transparenzen)

Standard JPG-Dateien unterstützen keine Transparenzen - im Gegensatz zu GIF, PNG und TIF Formaten. Transparenzen sind beispielsweise für Bild-Kollagen unabdingbar. Zur schnittechnischen Freistellung einer Person mit angewinkelten Armen, verblieben im JPG Format zwischen den Armen sichtbare, nicht erwünschte Hintergrundelemente. Wird diese (scheinbar) freigestellte Person später über das präferierte Kollagenbild gelegt, überdecken die beschriebenen Hintergrundelemente die Kollage. Um Abhilfe zu schaffen, entstand der Nachfolger, das JPG 2000 Dateiformat, welches zusätzlich Transparenzen erlaubt. Allerdings findet das JPG2000 Dateiformat keine Verbreitung.

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