Portable Document Format (PDF)

Das Portable Document Format (PDF) ist ein plattformunabhängiges Dateiformat.

Die PDF wurde 1992 von Adobe entwickelt und später von der PDF Association mit neuen Funktionen und Upgrades immer weiter ausgebaut. Es ist ein elektronisches Dokument, welches unabhängig vom Anwendungsprogramm oder Betriebssystem (Windows, Unix, Linux, OS etc) Dateien originalgetreu zum Austausch bündelt und speichert. Das PDF dient als Standardformat zum Tausch von Texten, Bildern und Grafiken zwischen Systemen und unterschiedlichen Anwendungsprogrammen. Ebenso dient es als das Standardformat (PDF/x-3:2002) zum Grafikdesign Datenaustausch zwischen Anwender und Druckereien. Das PDF übernimmt Gliederungen, Layouts, Links zum Sprung innerhalb eines Dokuments und externen Quellen des WorldWideWebs, eingebettete Farbprofile, usw.

Die PDF basiert auf der Technik des Postscript-Formats. Ziel war, dem Betrachter einer geöffneten PDF diese in einer vom Ersteller erwünschten Formatierung wiederzugeben. Im Gegensatz zu Text Dokumenten wie Word (doc, docx, odt) entfallen Konvertierungsprobleme wie indivdiuelle Dokumenteinstellungen verschiedener Programme, ebenso wie das Fehlen einer Schriftart des eigenen Systems. Ein PDF Dokument bettet diese Schriftarten und alle weiteren Layoutelemente mit ein.

Anwendung in Programmen

allzweckwaffe pdf Die meisten Standardprogramme verfügen über eine Option, PDF-Dateien zu erstellen, unabhängig von der Art des Programmes oder des Betriebssystems. So erstellen Textprogramme, egal ob kommerziell (Word für Windows), oder Open-Source (Libreoffice für Windows, Linux, Mac), Word (Windows - kostenpflichtig), Pages (Mac - vorinstalliert) mit integrierten PDF Konvertern per Mausklick eine veranschaulichende Kopie des Textdokuments und übernehmen individuelle Layouts. Bilder und Grafiken werden mit übernommen, wobei die Option besteht, die Komprimierung der Bilddateien einzustellen.

Der Datenaustausch zwischen Grafikdesigner und Druckerei war lange Zeit problembehaftet, da 100% Kompatibilität zwischen erstelltem Dateiformat (JPG, EPS, PSD) und den Anforderungsprofilen der Druckmaschinen nicht gegeben war. Mit der Einführung der Spezifikation PDF/x (später PDF/x-3:2002) änderte sich dies zum Vorteil, mit  einhergehender Steigerung der Kompatibilität des Datentauschs. Grafikdesigner exportieren mittels Programmen wie InDesign, Photoshop, CorelDRAW Ihre Dokumente zum Tausch oder zur Weiterleitung an Druckereien meist per PDF, denn sie verfügen über die Option, Farbprofile mit einzubetten. Diese kostenpflichtige Programme verfügen über integrierte PDF Konverter, meist in abgespekten Versionen des Adobe Destillers. Grafiker gehen inzwischen dazu über, Kunden unfertige (Muster) sowie abgeschlossene Designarbeiten (Logo, Flyer etc.) primär als PDF weiterzuleiten.

Die Möglichkeit, geschlossene und gepeicherte Dateien per externer PDF zu konvertieren (Adobe Destiller, FoxIT Reader) ist dabei nicht ausgeschlossen. Adobe Destiller (Erstellung von PDFs aus PostScript-Dateien) bietet in Hinsicht Konvertierung die meisten Optionen individueller Gestaltung und ist pattformübergreifend verfügbar. Zur Ansicht dienen kostenlose PDF Programme, wie die gratis verfügbaren Programme Acrobat Reader (Adobe, plattformübergreifend), oder FoxIt.

Selbst (geschlossene) plattformunabhängige PDF Dateien lassen sich mit Spezialprogrammen bearbeiten. Zu nennen sei hier Adobe Acrobat Pro. Dieses kostenpflichtige Programm verfügt über eine Vielzahl von Werkzeugen, um der PDF individuelle Eigenschaften zu verleihen, um sie inhaltlich und im Layout zu ändern, oder diese neu zu strukturieren.

Zum Schutz vor unbefugter Öffnung von PDF-Dateien bestehen mehrere Möglichkeiten. So sorgt eine Verschlüsselung für Schutz vor unbefugtem Zugriff, welche jedoch nicht immer zuverlässig funktioniert (meist Bedienungsfehler seitens der Ersteller - Verschlüsselung). Der Schutz eines PDF-Dokuments wirkt entweder mittels einer Passwort Abfrage vor Öffnung des Dokuments, oder Kopierschutz, welcher Inhalte geöffneter Dateien zur Weiterverwendung sperrt. Eine gängige Schutz-Variante ist die Deaktivierung der Druckoptionen.

War in den Anfangsjahren der Acrobat Reader noch kostenplichtig und fand kaum Verbreitung, änderte sich dies mit der kostenloser Bereitstellung des Programms. Der Erfolg war überwältigend und die  PDF fand exponentielle Verbreitung. Für Entwickler bestehen Möglichkeiten, eigenständige Tools zur Bearbeitung von PDF Dokumenten zu codieren, Adobe verfügt jedoch weiterhin die Copyright Rechte des Formats.

Umfang und Speicherungstechniken

PDF Dokumente sind frei skalierbar. Dies bedeutet, mögliche PDF-Seiten verfügen über skalierbare Größen von bis zu 400 x 400 km. Die mögliche Seitenanzahl umfasst über gut hunderttausend Seiten. Ein PDF-Dokumente gliedert unterschiedliche Inhalte in verschiedene Gruppen, bzw. Objektgruppen auf. Beispielsweise eine Objektgruppe für Texte, für Bilder, für Layouts, für Farben, Farbprofile, Links usw. Eine umfangreiche PDF enthält teilweise über einige Tausend Objekte.

 

Fotos von CURVD® und GoodNotes auf Unsplash

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